Samstag, 19. Januar 2008

letzte Tage im Shelter

16. Januar 2008
Hallo alle miteinander,
inzwischen habe ich schon 1 1/2 Woche gearbeitet und es war echt gut. Jetzt ist es nur noch zwei Tage wo ich offiziell im Shelter bin. Irgendwie ist es gerade komisch, ich habe mich die ganze Zeit gefreut dort raus zukommen und jetzt ist es doch gar nicht mehr „so schlimm“. Einige Menschen sind mir dort echt ans Herz gewachsen auch von meinen Klienten vor allem. Und ich bekomme seit letzter Woche schon erzählt wie sehr sie mich vermissen werden. Zwei Klienten denen ich erzählt habe, dass ich bald gehe hat sogar angefangen zu weinen. Es ist echt schon traurig, aber so ist das Leben, Begrüßung und Verabschiedung.

Jetzt werde ich noch ein bisschen von Silvester etc. erzaehlen.
Am 31. Dezember sind wir am Abend zu „unserer“ Kirch, wo es draussen einen Braai gab und wir auch paar Spiele gespielt haben. Um 22:30 Uhr sind wir in die Kirche wo Gottesdienst gefeiert wurde (anders als wir es von Deutschland kennen). Der ging dann bis ca. 0:30 Uhr. Es war super, die Lieder und alles. Kann man immer schlecht beschreiben.

Am Samstag, den 5.1. sind Adrian und ich mit seiner Mutter und ihrem Lebenspartner in das Musical Koenig der Loewen. Das war echt unglaublich. Total farbenfroh und super gut gemacht. Es war einfach gigantisch und was auch gut war, dass sie teilweise die afrikanischen Sprachen mitreingebracht haben, so hatten einige Akteure eine Zulu Akzent und haben auch teilweise paar Woerter auf Zulu gesagt und z.B. Pumba hatte so einen richtig typischen Afrikaans Akzent. Das hat das ganze irgendwie nochmal einen besondere Note gegeben. Adrians Mutter war auch total vom Musical begeistert. Alle die gerade in Suedafrika sind und es noch nicht gesehen haben, sollten echt schleunigst hingehen, es laeuft naemlich nur noch bis Februar.

Was gibt es ansonsten noch so? Als ich vom Urlaub zurueck kam, wurde mir erzaehlt das der Spuk im Shelter schlimmer geworden ist. Letzten Freitag hat Jay deswegen das Shelter annoyinted. Ich habe das Wort leider nicht im Woerterbuch gefunden. Als ich Adrian gefragt hat, hat er gemeint, dass es so etwas wie segnen ist. Naja, bin mir nicht sicher, ob es nur das ist. Jay (die Leiterin des Shelters und Pastorin) hat gesagt, dass wir das machen, dass die ganzen boesen Geister aus dem Shelter rauskommen. Das Ritual war, dass man wie in Exodus Kapitel 12 anstelle von Blut Oel an die Tueren schmiert, dass das Boese vorueber geht. Das heisst im Shelter hat jede Bewohnerin und Mitarbeiter/in einen Wattebausch und Oel drauf bekommen und dann sind ALLE im GANZEN Shelter an ALLEN Tueren vorbei gegangen und haben ein Kreuz darauf gemacht bzw. die Tuerrahmen beschmiert. Und das Shelter ist echt gross, 4 Stockwerke mit keine Ahnung wieviel Tueren. Ich habe bei diesem Ritual Stellen und Tueren vom Shelter gesehen, die ich davor noch nie gesehen habe oder wo ich noch nie war. Das Shelter ist riessig. Das ganze war fuer mich schon sehr befremdlich. Als wir nach keine Ahnung wie lange damit fertig waren, stand ich mit Jay und einer Mitbewohnerin und Jay hat mich dann gefragt ob ich den Unterschied spueren kann. Ich konnte bei bestem Willen nichts spueren (vielleicht bin ich nicht spirituell genug), die Mitbewohnerin hat gesagt, dass es nicht mehr so erdrueckend ist und so. Jay hat ihr zugestimmt, dass die Atmosphaere viel besser ist und alles. Ich bin lieber ruhig geblieben, konnte echt nichts fuehlen ;-)
Aber ansonsten geht hier alles so seine gewohnten Wege. Was in letzter Zeit schlimmer ist und auch noch anhalten wird ist, dass die Elektrizitaet dauernd mal ausfaellt, meist so fuer 2 – 3 Stunden. Dies ist aber glaub ich Suedafrika weit und ein ernsthaftes Problem mit den Kraftwerken. Das wird sich in naechster Zeit auch nicht aendern (bestimmt nicht dieses Jahr).
Susanne (eine Freundin von mir die ich gestern wieder besucht habe) und ich haben schon gemeint in 2010 wird Suedafrika im Dunkeln sitzen bei der Fussball WM. Was aber wirklich ein grosses Problem ist, dass die Alarmanlagen bei Stromausfall nicht funktionieren, was natuerlich ausgenutzt werden wird von Einbrechern, ist echt weng scary. Montag Abend so um 21 Uhr war der Strom Weg und ich sass mit unten bei security als wir schon Geraeusche gehoert haben. Da muessen sie sich echt etwas einfallen lassen.
Uebrigens seit dem ich wieder vom Urlaub zurueck gekommen bin, hat Usindiso Ministries auch Ueberwachungskameras im Erdgeschoss. Big Brother is watching you ;-)
Ok, aber ich glaube das waren so die Neuigkeiten. Das naechste mal werde ich schreiben, was ich so mache, wenn ich jetzt nicht mehr in Usinidiso arbeite.
Also dann, macht’s mal gut.
Viele liebe Gruesse,
Barbara

Sonntag, 6. Januar 2008

Capetown

Freitag, 04.Januar 2008
Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr und Gottes Segen!!!!!!!!
Entschuldigung erst einmal, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ich bin echt überfällig. Ich wollte euch eigentlich schon die ganze Zeit mal einen Zwischenbericht von Kapstadt geben, wie es war und was wir so gemacht haben. Inzwischen bin ich schon wieder einige Tage in Springs und habe immer noch nichts geschrieben. Bin mir nicht sicher, ob ich noch an alles erinnere, aber ich kann es ja mal probieren.
Am Donnerstag, 20.12.07 sind wir (Adrian, seine Schwester Leanne und ich) um 2:30 Uhr am Morgen nach Kapstadt losgefahren. Eigentlich nicht direkt Kapstadt sondern Paarl, 50 km vor Kapstadt. Den Tag davor hat seine Mutter erst den Bakkie bekommen. Es ist echt eine übelst lange Fahrt. Wir haben 16 Stunden gebraucht, aber haben auch jede 2 Stunden mal angehalten. Adrian ist alleine gefahren, weil er gemeint hat, dass die Strasse sehr gefährlich ist, wenn man sie nicht kennt. Die eine Stelle wird „road of death“ genannt. Es hing ein Schild was immer up to date gemacht wird, wo geschrieben steht wie viele Tage die eine Strecke schon ohne Unfall war, wo wir vorbei gefahren sind, waren es 0 Tage. Als wir dann glücklich angekommen sind, nachdem wir durch die Hitze halb umgekommen sind (in manchen Gebieten bis zu 40 Grad) waren wir erst kurz bei seiner Tante (auntie Mara). Leanne ist dort geblieben und Adrian und ich zu einem anderen Onkel (uncle Richard).
Am Freitag, 21.12.2007 waren wir dann mit der Frau von seinem Onkel in einer Shopping Mall und als wir zurück gekommen sind haben wir erst noch mal lange geschlafen. Die Fahrt war halt doch noch in uns drinnen und es war auch noch viel, viel zu heiß. Am Spätnachmittag, Abend sind Adrian und ich dann noch in die Berge gefahren. Die Landschaft dort ist echt wunderschön.
Am Samstag, 22.12.2007 haben wir einen anderen Onkel von Adrian besucht und seine Cousins und Cousinen und noch eine andere Tante. Anschließend waren wir mit auntie Mara, Leanne und ca. 6 Cousins und Cousinen am Strand. Es war echt schön und wir haben sogar den Sonnenuntergang noch anschauen können.
Am Sonntag, 23.12.2007 waren Adrian und ich dann mit Uncle Richard’s Frau in der Kirche (Anglican church), ziemlich ähnlich der katholischen Kirche. Der Gottesdienst hat um 7 Uhr!! schon angefangen. Anschließend gab es gutes Frühstück und dann sind Adrian und ich losgefahren nach Hermanus. Einige wissen es von euch ja, dass Leonie dort zur Zeit lebt. (Wir haben im gleichen Jahr MaZ gemacht und hatten die Seminare zusammen). Es war echt total schön sie wieder zu sehen, ist jetzt schon über 2 Jahre her, dass wir uns nicht gesehen haben. Die Familie bei der sie wohnt hat uns herzlich begrüßt. Leonie hat uns dann erst einmal Hermanus gezeigt, ist echt wunderschön dort, direkt am Meer und bekannt für die Wale (allerdings war die Walsaison schon vorbei), aber das hat nichts gemacht, es war trotzdem total schön dort und eine Überlegung wert sich dort ein Ferienhaus zu kaufen ;-) Wir waren dann noch am Strand und danach Essen und in einer Havanna Lounge. Als wir zurück gekommen sind, wo sie wohnt haben wir uns alle noch lange mit der Gastfamilie unterhalten.
Am Montag, 24.12.2007 haben Adrian und ich dann einige Weihnachtsgeschenke eingekauft und uns von Leonie verabschiedet und dann nach Kapstadt gefahren wo wir weiter nach Weihnachtsgeschenken gesucht haben. Anschließend haben wir kurz einen anderen Onkel besucht und dann waren wir wieder bei seinem Onkel den wir am Samstag besucht haben und haben dort zu Abend gegessen. Es war ein schöner Abend, aber halt doch so ganz anders als Heilig Abend daheim im good old Germany. Als wir dann wieder zurück bei Uncle Richard waren, haben wir um Mitternacht uns Merry Christmas gewünscht und gegenseitig Geschenke verteilt. (Sie haben zwei bildhübsche junge Töchter 2 und 5 Jahre alt).
Am Dienstag, 25.12.2007 waren wir (Uncle Richard, seine Frau plus Kinder und Leanne und wir beiden) im Gottesdienst, mit keine Ahnung wie vielen Taufen an den Tag waren. Anschließend haben wir alle (die ich gerade erwähnt habe) bei Uncle Richard zu Hause und hatten gutes Weihnachtsessen. Am Nachmittag sind Leanne, Adrian und ich dann nach Kapstadt gefahren um mit anderen Verwandten Weihnachten zu feiern. Ich habe dort echt den Überblick verloren wer zu wem gehört, wer eine Tante ist etc. Es waren einfach zu viele Leute und es gab Essen ohne Ende.
Was vielleicht ganz interessant zu wissen ist, dass dort wo Adrian ursprünglich herkommt (Paarl und Umgebung) hauptsächlich Coloureds wohnen, dass dies eindeutig die Überzahl ist. Ich habe ja immer gedacht, dass Coloured einfach ein „Mix“ aus Schwarz und Weiß ist, aber der Großteil kommt von einem eigenen Stamm. Soviel mal zu einem kurzem Exkurs.
Was ich eigentlich erzählen wollte, was für mich sehr komisch war und ich nicht weiß ob das bei allen Coloured so ist, oder nur in Adrians Familie, dass alle Familienmitglieder sich mit einem Kuss auf dem Mund begrüßen und verabschieden, egal ob Frau – Frau, Frau – Mann, oder Mann – Mann. Manchmal bin ich nicht drum herumgekommen dies auch zu tun.
Nachdem wir also bei der ganzen Verwandtschaft waren, sind Adrian und ich dann noch mit zwei Cousins und Cousinen ins Kino gegangen und haben anschließend bei ihnen übernachtet.
Der 26.12.2007 ist nicht wie bei uns der 2. Weihnachtsfeiertag sondern heißt „Boxing Day“. Ich habe drei verschiedene Leute gefragt, warum das so heißt und 3 verschiedene Antworten bekommen. 1. Es heißt Boxing Day, weil alle Leute betrunken sind, bzw. waren von Weihnachten und dann kämpfen, also boxen. Für mich nicht wirklich glaubwürdig ;-) 2. Weil an dem Tag alle leeren Geschenkpapiere und Boxen weggeworfen werden. War für mich auch nicht eine tolle Erklärung. 3. Weil an dem Tag alle Sportsevents wieder angefangen haben. Letzte Erklärung war für mich noch die Beste.
Naja, am Mittwoch, den Boxing Day sind Adrian und ich nach Lambertsbaai gefahren, was an der Südwestküste von Südafrika liegt. Dort haben wir eine Tante von ihm besucht (nicht wirklich Tante, weiter entfernte Verwandte). Am Abend waren wir kurz am Strand aber nicht im Wasser, weil es dort zu kalt ist (ist der Pazifische Ozean). (Hoffe jetzt, dass ich es nicht verwechselt habe.)
Am Donnerstag, 27.12.2007 haben wir erst einmal ausgeschlafen und waren dann auf so etwas wie einen Fischmarkt, hat echt widerlich gestunken nach Fisch, ok was soll man auch anderes erwarten ;-) Mittags haben wir dann lecker bei ihr Fisch gegessen, ich bin ja eigentlich kein Fischfan, aber der hat echt gut geschmeckt. Die Art von Fisch gibt es nur dort. Anschließend waren wir dann noch am Strand und sind dann wieder zurück nach Paarl gefahren.
Am Freitag, 28.12.2007 hatte die eine Tochter von Uncle Richard ihren 5. Geburtstag, was groß gefeiert wurde. Es waren ca. 40 Leute eingeladen. Wir haben ein bisschen geholfen das mit vorzubereiten. Sie hatten sogar eine kleine Hüpfburg da. Am Abend waren Adrian und ich dann im Kino.
Am Samstag, 29.12.2007 haben Adrian und ich einen Freund von ihm in Stellenbosch getroffen, der ursprünglich auch hier in Gauteng wohnt, aber auch Urlaub dort gemacht hat bzw. noch macht. Anschließend waren Adrian und ich noch auf einen Berg und haben die Aussicht bewundert. Aber die Baboons (=Affen) werden echt immer dreister. Neben uns hat ein Auto geparkt wo die Fenster offen waren. Der Baboon ist hineingesprungen und hat Kekse und Chips mitgenommen. Er hat die Chips aber sehr zivilisiert gegessen ;-) Anschließend waren Adrian und ich dann noch am Strand was echt total schön war. Wir sind dann wieder zurück zu Uncle Richard gefahren und haben uns lange mit ihm am Abend unterhalten, weil wir auf Auntie Mara warten mussten, weil wir bei ihr übernachtet haben, da Uncle Richard + Familie sehr früh das Haus verlassen haben. Das Problem war nur, dass wir erst so gegen 1 Uhr dann ins Bett gekommen sind, weil wir so lange auf sie warten mussten und uns um 8 Uhr schon wieder mit einem Freund von Adrian am nächsten Tag getroffen haben (Sonntag, 30.12.2007) Es war aber echt schön, Adrian kennt ihn als er in England war. So gegen 12:30 Uhr sind Adrian, Leanne und ich dann wieder zurück nach Springs gefahren, was so ca. 14 Stunden gedauert hat. Ich war echt so müde, aber alle haben zu mir gesagt, dass ich als Beifahrer nicht schlafen darf, da es für den Fahrer sonst noch schwerer ist, was ich auch zustimme. Aber wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass normalerweise sobald ich im Auto bin und weiß, dass es eine längere Fahrt ist, ich sehr bald einschlafe. Aber ich habe es irgendwie geschafft wach zu bleiben und so gegen 3:15 Uhr in der Nacht waren wir dann wieder in Springs.
So ich glaube, dass war jetzt mal wieder lange genug (wenn nicht so gar zu lange). Ich hoffe es war nicht all zu verwirrend, mit hier einem Onkel und da mit einer anderen Tante, aber dann wirst ihr ungefähr wie es mir ging ;-)
Also dann, macht’s mal gut und vielen lieben Dank auch für die vielen Weihnachtsgrüße. Sorry, aber ich denke ich werde nicht die Zeit haben allen zu antworten, deswegen hier ein großes DANKE.
Viele liebe Grüße,
Barbara

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Donnerstag, 13.12.2007
Hallo alle zusammen,
Ich habe es die letzten Tage nicht geschafft zu schreiben. Die letzten Tage sind echt verrueckt, total viel los. Z.B. Montag habe ich bis 19 Uhr gearbeitet und als ich dann gluecklich in meinem Zimmer war und mich ein bisschen hinlegen wollte, hat Marie an die Tuer geklopft (20:30 Uhr), dass einer meiner Klientinnen so krank ist und ich die Ambulanz rufen soll. Der Notarzt kam dann um 21 Uhr und die Ambulanz um 21:45 Uhr, oder so gar noch ein bisschen spaeter und bis sie dann abgefahren sind war es dann 22 Uhr und ich todmuede und ins Bett.
Aber auch Tagsueber ist es total stressig, und da haben MamBetty und Rosinah (die beiden social auxiliary worker) gesagt, dass Dezember nicht so stressig ist. Haha, ich glaube die Klienten wissen, dass ich jetzt eigentlich meine Berichte fuer das Studium schreiben will und kommen deswegen jetzt alle zu mir :-) Heute habe ich schon wieder bis nach 18 Uhr gearbeitet, ich wollte eigentlich in der Zeit meine Berichte machen, aber das war wohl nichts. Und wenn ich daran denke was ich morgen alles zu tun habe, denke ich auch nicht, dass ich dazu komme. Aber morgen nachmittag, wenn es irgendwie klappt und ich hier weg komme, moechte ich zur Wits Bibliothek, mal schauen.
Aber dafuer habe ich danach 3 Wochen wohlverdienten Urlaub. Freue mich schon, es ist noch nicht ganz sicher was Adrian und ich machen, wir hatten eigentlich geplant nach Kapstadt zu fahren, aber das mit dem Bakkie ist so eine Sache. (Seine Mutter will ein Bakkie kaufen mit dem wir dann runter fahren wollen.) Jetzt ist es immer so ein hin und her, bekommen wir ihn noch rechtzeitig oder nicht...
Gestern waren wir wieder in cell group Adrian und ich. Ich habe die Leute echt lieb gewonnen, gestern haben wir gebraait, weil die naechsten Wochen es nicht statt findet, weil im Dezember jeder unterwegs ist. Eine von den Teilnehmern ihr Mann ist gerade in Deutschland (fuer 10 Tage), sie hat gesagt, dass er aber schon krank ist. Es ist halt schon ein krasser Unterschied mit dem Wetter.
Ich weiss nicht ob es noch so viel Sinn macht ueber das letzte Wochenende zu schreiben, weil es schon so lange her ist. Mal schauen was mir noch einfaellt. Freitag waren wir wie immer arbeiten. Am Samstag waren wir in einer shopping mall und Flohmarkt und abends sind wir dann in ein Kasino gegangen. Was aber mehr als ein Kasino ist, es hat echt alles. Wir sind dann in eine Disco gegangen. Das erste mal das ich in Suedafrika in soetwas war. Es war echt ganz schoen, aber es ist schon frustrierend, jetzt bin ich schon 23 Jahre alt und werde sogar auch in Suedafrika nach meinem Ausweis gefragt. Der Eintritt war verhaeltnismaessig teuer fuer suedafrikanische Verhaeltnisse, aber dafuer war es sehr sicher. Man muss halt schon aufpassen wohin man geht, vor allem wenn ein Coloured und eine Weisse zusammen sind, es gibt halt doch Leute die nach Aerger suchen. Aber das war dort echt kein Problem.
Am Sonntag Vormittag war ich dann im Shelter im Gottesdienst (auch das Erste Mal seit dem ich hier bin). War ganz schoen, besonders das Singen hat mir gefallen, dass ist auch in den Prayer Meetings unter der Woche so schoen. Am nachmittag bzw. Abends sind wir dann wieder in Springs in die Kirche gegangen, dass war auch total toll und eine starke Message.
Naja, ich glaube das reicht mal wieder fuer heute. Ich hoffe euch geht es gut und ihr genisst den schoenen Advent.
Viele liebe Gruesse,
Barbara
P.S. Inzwischen ist es schon Dienstag, der 18.12.07 und wir sind noch in Springs, morgen Abend werden wir aber nach Kapstadt losfahren, freue mich schon.
Nachdem die stressige Woche vorbei war (ging genauso stressig weiter wie sie am Montag schon angefangen hat) war das Wochenende umso schöner. Am Samstag Abend haben Adrian und ich Susanne besucht und sie war hier am Sonntag auch mit Phoebe. Gestern waren Adrian und ich wieder mal im Kino. Eine weitere Wochenedbeschaeftigung war meine geflochten Haare wieder aufzumachen, was keine Ahnung wie viele Stunden gedauert hat (nicht verwunderlich bei 90 Zoepfen). Gestern war auch ein offizieller Feiertag (eigentlich Sonntag, aber wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, ist Montag frei, dass sollte man mal in Deutschland einführen).
Ansonsten geht es mir gut und ich kann es immer noch nicht glauben, wie schnell die Zeit vergeht.

Freitag, 7. Dezember 2007

Montag, 03.12.07
Hallo alle miteinander,
es ist gerade unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, mir ist heute aufgefallen, dass es eigentlich nur noch 4 Wochen sind, in denen ich im Shelter arbeite. Jetzt noch 2 Wochen, dann 3 Wochen Urlaub und dann noch mal 2 Wochen. Es ist gerade ziemlich stressig, die ganze Woche sind eigentlich irgendwelche Functions (so was wie Veranstaltungen), der Vorteil davon ist, dass es immer gutes Essen gibt. Z.B. heute hat Nestlé gesponsert (es gab Pizza!!), morgen kommt Westbank. Die letzte Woche waren dafür viele Meetings, wann soll man den bitteschön das machen, was man normalerweise macht??
Aber auch ansonsten ist es ziemlich stressig, wir haben gerade einen komplizierten Fall hier, wo auch Mitarbeiter involviert sind, keine schöne Sache. Mal schauen was dabei heraus kommt.
Ansonsten läuft aber alles gut. Das Wochenende war zwar auch ziemlich busy. Adrian und seine Mutter hatten eine Function für 500 Leute am Samstag. Bei Sithand’izingane war eine Veranstaltung wegen dem Welt Aids Tag. Ich habe ein bisschen geholfen das Essen auszuteilen. Aber was total schön war, dass ich einige Kinder getroffen habe, die ich noch vom letzten Mal kenne, das war echt toll. Anschließend (es war schon nach 15:30 Uhr bis wir fertig waren) sind Adrian und ich in die shopping mall, aber nicht so lange. Abends haben wir dann noch einen Film bei ihm angeschaut. „The persuit of happyness“ mit Will Smith. Es geht um einen allein erziehenden Vater und wie schwierig es ist. Die Umstände waren so, dass er sogar in ein Shelter musste. Der Film war schon gut, aber ich glaube wenn ich ihn vor meinem Praktikum gesehen hätte, hätte er mich mehr mitgenommen. So war es, als ob dies auch eine Lebensgeschichte von einer unseren Frauen sein könnte.
Am Sonntag haben wir lange geschlafen (bis 10 Uhr, bin zwar paar Mal zwischendrin aufgewacht, aber so lange habe ich noch nie geschlafen seitdem ich hier bin, das längste war mal bis 8:30 Uhr)
Anschließend waren wir auf einem Flohmarkt und anschließend noch in der Shopping Mall und dann war es eigentlich auch schon wieder Zeit für Gottesdienst. Das Wochenende ging echt schnell vorbei. Nach der Kirche waren wir dann noch im Kino und anschließend hat Adrian dann noch Cricket angeschaut, ich bin dabei aber schon mal eingeschlafen. Es war aber auch schon spät.
Ich habe noch gar nicht erzählt, dass ich einen Bibliotheksausweis für Witts University habe (Witwatersrand University), ich glaube eine der größten hier in Gauteng, auf jeden Fall echt mega rießig. Ist echt unglaublich, es ist echt so krass. Ok, ich bin halt auch nur so eine kleine schnuckelige Universität wie Eichstätt gewöhnt ;-)
Was sehr toll ist, dass ich jetzt fast gar nichts dafür bezahlen musste (R 85). Der Grund ist, dass Dr. Susan eine Dozentin dort ist (mit der ich die HIV-Test mache). Sie hat mir einen Brief geschrieben, dass wir zusammen arbeiten und ich ihr helfen soll research zu machen (was ist das Deutsche Wort???) Das ist echt super, ansonsten hätte es R 305 pro Monat gekostet und da hätte ich nur Zugang zur Bibliothek gehabt und hätte nichts ausleihen dürfen und jetzt darf ich auch ausleihen. Jetzt muss ich „nur“ noch mit meinen Berichten anfangen. Da graut es mich echt schon davor.
Naja, da muss man durch. Ansonsten gibt es glaube ich nicht viel Neues. Ist aber eigentlich auch genug. Ach ja, was mir so bewusst geworden ist, am 1. Dezember, dass hier halt doch alles so anders ist in Bezug auf Weihnachten. Angefangen vom Wetter was viel zu heiß teilweise ist und was ich eigentlich vermisse, oder was mir eigentlich dabei hilft um mich auf Weihnachten vorzubereiten. Es fängt bei Kleinigkeiten an, wie Gerüche z.B. nach Plätzchen, Kerzen, Tannennadeln, Glühwein, … dann Adventskalender (danke nochmals Mama und Papa für den Adventskalender), Adventskranz, Rorate, … Ist schon unglaublich, was man alles mit Weihnachten in Verbindung bringt. Hier in Südafrika ist eigentlich, dass alle Firmen etc. Mitte/Ende Dezember schließen. Mir kommt es manchmal so vor, dass dies im Mittelpunkt steht, der Urlaub. Hinzu kommt, dass die Kriminalität im Dezember zunimmt, soviel zu friedvolle Weihnachten an dem der Friedensfürst geboren wird ;-)
Aber nun wirklich genug für heute, macht’s mal gut und wünsche euch allen eine frohe und gesegnete Adventszeit.
Viele liebe Grüße,
Barbara

Mittwoch, 28. November 2007

Dienstag, 27. November 2007
Hallo alle miteinander,
heute ist schon wieder Dienstag Abend, unglaublich wie die Zeit vergeht. (Obwohl Montag immer ziemlich lange ist, Dienstag geht es dann schon schneller weil ich weiß, dass ich am nächsten Tag Adrian wieder sehe). Letzte Woche am Donnerstag habe ich meine Haare flechten lassen mit Kunsthaaren, habe nicht gezählt wie viele Zöpfe ich habe, ich weiß nur dass es 5 ½ Stunden gedauert hat und 2! Leute gleichzeitig geflochten haben. Will noch gar nicht daran denken wie es wird, wenn ich sie wieder raus machen muss, wie lange das dauern wird.
Am Wochenende waren Adrian und ich am Samstagvormittag arbeiten und ich war zwischenzeitlich wieder joggen (3/4 Stunde). Am Nachmittag waren wir dann in der Shopping mall. Am Sonntag waren wir vormittags (ab 10 Uhr) mit zwei guten Freunden von ihm Tennis spielen und anschließend haben wir „gefrühstückt“ (als das war es gedacht, aber es war dann schon 13 Uhr oder so).
Nachmittags sind wir dann wieder zur Kirche und davor haben wir Tischtennis gespielt. Adrian ist zur Zeit verantwortlich für das Sports ministry, d.h. er organisiert jedes Wochenende Sonntag irgendetwas vor dem Gottesdienst. Diesmal war es eben ein Tischtennis „Wettkampf“. Ich wurde 3. :-) sieht so aus als ob ich mich doch noch ein bisschen an frühere Zeiten erinnern kann, wo wir oft gespielt haben, z.B. Michelau.
Der Gottesdienst selber war einfach unglaublich intensiv, ich werde jetzt nicht näher darauf eingehen, sonst sprengt es wieder den Rahmen, wüsste auch gar nicht wie ich es beschreiben soll, dass man wenigstens halbwegs nachvollziehen kann was ich empfunden und erlebt habe. (Habe es gestern versucht in mein Tagebuch zu schreiben und es hat mehr als 1 Seite gebraucht.) Es ist einfach unglaublich sich wieder bewusst zu machen was Gott, bzw. Jesus für einen gemacht hat und wie sehr er uns liebt, obwohl wir im Vergleich zum Universum so klein sind, nicht einmal ein Staubkorn, aber er liebt uns und möchte eine persönliche Beziehung mit uns haben. Ist das nicht unglaublich amazing?!?
Auf der Arbeit ist eigentlich immer noch alles das gleiche und hat sich nicht viel verändert. Obwohl, doch ein was. Seit letzter Woche Donnerstag habe ich mit Dr. Susan (sie kommt einmal in der Woche) mit HIV-Tests angefangen, auf freiwilliger Basis natürlich, für die Frauen. Aber letzte Woche kam gerade mal 1! Mal schauen wie viele diese Woche kommen. Ok, einige wissen auch ihren Status schon, aber ich denke die meisten wissen es nicht.
Heute war ein meeting (so etwas wie Mitarbeiterbesprechung) wo eigentlich nur diskutiert werden sollte, wohin wir nächste Woche zum Weihnachtsparty –ausflug hingehen werden. Man könnte ja meinen, dass man das in 10 Minuten durchgesprochen haben könnte, vor allem weil es schon einige Vorschläge gab, aber nein, es hat über 1 Stunde gedauert. Aber naja, das ist halt Afrika ;-)
Ach ja, ein was wollte ich ja noch schreiben, habe es ja das letzte mal schon angedeutet. Ich habe ja geschrieben das ich früher aufhören werde. Der jetzige Plan ist, dass ich im Dezember – Januar noch einmal für 2 ½ Wochen Urlaub nehme und danach nur noch 2 Wochen arbeite und dann Mitte, Ende Januar im Shelter aufhören werde. Meine Pflichtwochen was ich vom Studium aus machen muss habe ich dann erfüllt. Im Februar wollen Adrian und ich dann noch herum reisen und dann ist es ja schon März und ich fliege zurück. Die Zeit vergeht jetzt echt unglaublich schnell, vor allem wenn ich daran denke, dass ich noch so einige Berichte schreiben muss fürs Studium :-/ aber wird schon.
Ach ja, was vielleicht besser ist, wenn ihr in Zukunft nicht mehr Briefe an das Shelter schickt sondern lieber an Adrians Adresse. Noch werde ich wahrscheinlich die Briefe erhalten die ihr ans Shelter schickt, aber man weiß ja nie bei der Post ;-)
Also dann, macht’s mal wieder gut und freue mich von euch zu hören.
Viele liebe Grüße,
Barbara
P.S. Vielen lieben Dank für die Kommentare auf meinem Blog. Sie waren echt aufbauend und vielen Dank für die Gebete. Es war echt unglaublich „the power of prayer“, habe es immer unterschätzt.
Montag, 19. November 2007
Hallo alle zusammen,
unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, es fuehlt sich jetzt schon wieder so lange an, dass meine Familie hier war, ist echt krass. Weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Wenigstens habe ich jetzt nicht mehr Heimweh. Was auch geholfen hat, dass ich mich dafür entschieden habe hier im Shelter früher aufzuhören, aber dazu vielleicht mal ein anderes mal mehr.

Heute ist schon wieder Montagabend, der Arbeitstag ging ziemlich langsam vorbei, es kommt immer darauf an wie viel los ist. Ich freue mich schon auf morgen, da treffe ich Susanne wieder und dann ist schon bald wieder Mittwoch und ich bin bei Adrian und dann ist es nur noch der Donnerstag und der Freitag ist dann auch bald vorbei und dann ist Wochenende, so schnell geht’s und die Wochenende sind auch wieder schnell vorbei wie ich dieses schon wieder festgestellt habe.
Am Freitag habe ich wieder bei Adrian’s Arbeit geholfen und später am Abend waren wir noch beim KFC, da muss ich jetzt echt mal Werbung machen, wenn es in Deutschland das Eis „Avalanche Chocolate Brownie“ gibt müsst ihr das echt unbedingt essen, dass ist total lecker.
Am Samstag musste Adrian von früh bis mittags wieder arbeiten, ich war zwischen zeitlich fast eine Stunde joggen, hat echt gut getan, war zwar nicht sonderlich schnell aber besser als nichts. Dann war ich auch bei dem neuen Arbeitsplatz (Adrian’s Mutter und er haben in einer neuen Firma jetzt auch angefangen.) Ich habe ja immer gedacht Deutschland ist voller Verbote und Regulierungen, aber in dieser Firma wird sogar vorgeschrieben, wie du die Treppen hoch und runter laufen sollst, immer mit einer Hand am Geländer aus „safety reasons“. Es gab schon ein bisschen Ärger weil Adrian sich nicht daran gehalten hat, aber es konnte ihn auch niemand erklären wie man mit einem großen Topf die Treppen hoch gehen soll mit nur einer Hand tragen, weil die andere ja am Geländer sein muss. Ist schon ein Witz, da machen sie so ein Theater, aber haben nicht einmal einen Fluchtweg von der Kantine raus. Am Nachmittag waren Adrian und ich dann Tennis spielen, dass macht echt Spaß. Elliot kam dann auch und hat es uns ein bisschen beigebracht. Am Abend waren Adrian und ich dann bei Eugene und Ronnete, sie erwarten in 4 Wochen ihr Baby. War schön sie wieder zu sehen, irgendwie ist es ziemlich selten, dass man sich trifft. Als wir dann zurück waren, haben wir eine Reise Dokumentation über Deutschland gesehen, ist schon interessant wie andere das Heimatland sehen.
Am Sonntag musste Adrian frühs einiges einkaufen für die Arbeit und dann Essen ausfahren, danach waren wir wieder Tennis spielen. Wollen wir jetzt öfters machen (mal schauen ob etwas daraus wird, das haben wir beim reiten auch gesagt, aber reiten war schon verhältnismäßig teuer.) Wir haben gut 2 Stunden gespielt, ich habe mich auch gut mit Sonnencreme eingecremt, aber habe leider einen Teil meiner Schulter vergessen der jetzt knall rot ist. Später gab es dann bei Adrian Essen, ist echt selten, dass wir alle gemeinsam essen war aber echt schön. Am Nachmittag/ Abend waren wir wieder in der Kirche und davor haben wir Tischtennis gespielt, ich sage jetzt lieber nicht wie hoch ich gegen Adrian gewonnen habe :-P schließlich weiß ich ja, dass er meine Einträge auch liest ;-)
Ich bin jetzt schon wieder ziemlich müde, dabei ist es noch nicht einmal 20h30, naja muss ja nicht wieder so einen langen Eintrag wie das letzte Mal schreiben.
Also dann, macht’s mal gut.
Viele liebe Grüße,
Barbara

Mittwoch, 14. November 2007

HINWEIS: Sorry, ist ein „bisschen“ lang geworden.
Mittwoch, 14.11.2007
Hallo alle miteinander,
Entschuldigung, dass ich so lange nicht geschrieben habe, aber wie ich ja im letzten Blog geschrieben habe war ja meine Familie da (Mama, Papa, Bruder, Schwester und ihr Freund). (Wenn ich jetzt Familie schreibe ist Jochen, Monikas Freund immer mit einbezogen sonst ist es so kompliziert zu schreiben.)
Es war echt unbeschreiblich schoen und ich habe es total genossen sie alle hier zu haben und habe 2 super schoene Wochen mit ihnen verbracht. Ich hoffe sie sehen es genauso ;-)
Nur weiss ich jetzt gar nicht wo ich anfangen soll zu erzaehlen weil wir soviel erlebt haben. Vielleicht schreibe ich einfach nur mal grob was wir so gemacht haben. Ich will euch nur schon mal hinweisen, dass die Gefahr besteht, dass die die nicht dabei waren sehr neidisch werden koennen ;-)
Also Samstag (28. Oktober) Mittag sind sie angekommen und Adrian und ich haben sie abgeholt und sind dann erst einmal zu ihm gefahren um das Gepaeck abzuliefern und dann sind wir schon mal ein bisschen shoppen gegangen. Am Abend hat Adrians Mutter gut gekocht und auch sister Mary war da (eine der Schwestern mit der ich das letzte mal in Suedafrika gewohnt habe).
Am Sonntag frueh waren wir (Familie, Adrian und seine Mutter Kathleen + Lebensgefaehrte Elliot) im Gottesdienst in Tsakane der bestimmt wieder gute 2 Stunden ging, aber das singen ist immer wieder beeindruckend. Anschliessend sind wir kurz bei Sithand’izingane vorbei gefahren und dann alle zum Essen und danach in das Musical „Umoja“. Elliot hat es geschafft das wir sehr weit vorne sassen, obwohl wir Karten fuer weiter hinten gehabt haetten.
Am Montag nachmittag sind wir (meine Familie und Adrian) in die Drakensberge gefahren, der Sternenhimmel war echt wunderschoen. Am Dienstag sind wir dann gewandert zum Amphietheater, war ziemlich anstrengend und es gab auch einige Leitern die es zu bewaeltigen galt. Es war schon schoen, allerdings war leider das Wetter nicht sehr gut, total nebelig, dass man von der schoenen Aussicht nicht wirklich viel gesehen hat.
Am Mittwoch sind wir wieder zurueck gefahren und waren abends (Familie + Adrian) noch essen und in Carnival City, das ist das Spielkasino, wir haben da zwar nicht gespielt, aber es ist schon eine andere Welt. Wir waren dann noch im Kino.
Am Donnerstag sind meine Familie und ich nach St. Francis, wo Monika vor 2 Jahre ihr Praktikum gemacht hat. Ist schon krass wie sich so alles veraendert hat. Danach sind wir nach Joburg gefahren, ins Carlton Centre und dann zu Usindiso Ministries, wo ich zur Zeit bin. Die zwei social auxiliary worker mit denen ich arbeite haben extra noch mal angerufen wann sie da sind und wann nicht, dass sie meine Familie treffen kann. Ich glaube fuer meine Eltern war es schon „erschreckend“ wie das Shelter aussieht. (Ihr koennt mich ja korrigieren, wenn ich falsch liege.)
Am Freitag frueh sind wir (Familie und ich) dann von Joburg nach Upington geflogen und zum Park gefahren (irgendetwas mit Twirivieren, weiss nicht mehr genau wie es heisst). Am Samstag sind wir dann in den Park (zum Glueck hatten wir ein Auto mit Klimaanlage). Es war schon schoen, wir haben sogar Loewen gesehen und viele kleine suesse Erdmaennchen und so.
Am Sonntag frueh sind wir dann von Upington nach Kapstadt geflogen. Dort sind wir dann auf einem Craft Market gewesen und in der Waterfront (grosse, ueberteuerte shopping mall). Es ist echt schon unglaublich wieviele deutschen Touristen da sind, ist echt krass, ich hatte das Gefuehl man hat mehr Deutsch als Englisch gehoert.
Am Montag waren wir dann am Cape of Good Hope und am Cape Point gewesen. Anschliessend wollten wir eigentlich in ein Museeum, aber das hat an dem Tag schon um 14 Uhr zu gemacht. Dafuer waren wir dann am Abend noch auf dem Tafelberg, echt unglaublich schoen.
Am Dienstag sind wir dann zu zwei Weinguetern gefahren, wo bei dem einen Papa und Jochen auch eine Weinprobe gemacht haben. Anschliessend waren wir noch am suedlichsten Punkt Suedafrika und haben uns von dort dann auf die Garden Route gemacht und haben in Swellendam uebernachtet und davor noch ein leckeres Abendessen gehabt.
Am Mittwoch waren wir unter anderem in Mossel Bay und haben im Meer gebadet, die Wellen waren echt super. Anschliessend waren wir noch in einem Tierpark, mit Tigern, Jaguar, Geparden, Krokodile .... Die Fuehrung war echt interessant. Anschliessend sind wir dann bis nach Georg gefahren und haben dort Abendgegessen und wurden von einem komischen Kellner bedient, so einen Lacher habe ich davor noch nicht gehoert (wie eine Robbe). In Georg haben wir dann uebernachtet und am naechsten Tag (Donnerstag) waren wir dann den halben Tag am Strand. Dann waren wir noch kurz in einer Shopping Mall und haben dann um 16h30 Adrian vom Flughafen abgeholt. Dort haben wir uns dann auf dem Weg nach Port Elizabeth gemacht, aber haben davor noch uebernachtet (weiss den Ortsnamen nicht mehr). Aber es war echt eine tolle Unterkunft und wir wurden sogar noch sehr lecker bekocht. War echt eine schoen Atmosphaere.
Am Freitag frueh waren Adrian und ich schon auf dem Damm im Kanu. Danach gab es lecker Fruehstueck und dann wuerden erst einmal Geschenke ausgepackt (war mein Geburtstag). Anschliessend sind wir nach Port Elizabeth gefahren und waren dann noch in einer grossen Shopping Mall.
Am Samstag mussten wir dann wieder nach Joburg fliegen, weil meine Familie dann leider wieder heim geflogen ist. War echt schon traurig fuer mich, weil es schon eine ganz besondere Zeit war und es total toll war. Will jetzt gar nicht an den Abschied denken.
Adrian und ich sind dann zurueck nach Springs gefahren und zu einem Campingplatz in ??? gefahren, wo eine Freundin von uns ihren 30. Geburtstag gefeiert hat. Wir haben dort uebernachtet und dann am Sonntag frueh Tennis gespielt und waren dann noch im Schwimmbad wo es auch eine total coole Rutschbahn oder sowas gab, wo man mit Reifen hinunter fahren konnte. Am spaeten nachmittag sind wir dann wieder heimgefahren.
Montag hatte ich dann noch frei und musste dann erst mal auspacken, umpacken und was halt so dazu gehoert nach einem Urlaub und bin dann spaeter mit Adrian zur Arbeit gefahren.
Und jetzt bin ich seit gestern wieder auf der Arbeit im Shelter und ich glaube ihr koennt euch vielleicht vorstellen wie es mir gerade geht. Ich vermisse meine Familie und der Platz hier macht es mir nicht gerade leichter, aber heute geht es mir schon besser als gestern. Hinzu kommt, dass ich hier viele „Komplimente“ bekomme, was es auch nicht gerade besser macht. „Barbara you are fat“, sie meinen das es heisst, dass ich eine tolle Zeit hatte. Kann man das nicht auch auf eine andere Weise sagen ;-)
Ok, jetzt sollte ich aber echt zum Schluss kommen. Ich waere dankbar, wenn ihr fuer mich beten koenntet, dass ich mich wieder leichter tue mich wieder hier einzugewoehnen.
Viele liebe Gruesse und fuehlt euch alle mal gedrueckt, ich vermisse euch!
Bye Barbara